Ausrüstung

Als Ausrüstung für den Anfang reicht bequeme Trainingskleidung und ein Holzschwert. Für Trainingstunden, die in einer Sporthalle stattfinden, werden natürlich hallentaugliche Sportschuhe mit abriebfester Sohle benötigt.

Wer diesen Sport ernsthaft betreiben will, wird sich eine Fechtmaske, Schutzhandschuhe, geeignete Schwertsimulatoren und gegebenenfalls weitere Schutzausrüstung anschaffen müssen. Da sich die benötigte Ausrüstung bei den einzelnen Gruppen geringfügig unterscheidet, geben wir hier nur einen allgemeinen Überblick.

Für den Freikampf haben wir uns einen verbindlichen Mindeststandard geeinigt:

Ochs-Vorschriften zur Schutzausrüstung (74KB, Stand 07.06.2011)

Schutzausrüstung

Spezielle Schutzausrüstung für historisches Schwertfechten wird neuerdings von einigen Fechtausrüstern angeboten. Bei vielen Ausrüstungsteilen bedienen wir uns noch bei anderen Sportarten.

Sobald das Training etwas dynamischer wird, ist eine Fechtmaske (am besten 1600 N und mit Hinterkopfschutz) unverzichtbar. Darüber hinaus werden gut gepolsterte, bewegliche Schutzhandschuhe benötigt, z.B. aus dem Eis- oder Streethockey oder aus dem Lacrosse.

Für den Freikampf ist je nach verwendeten Schwertsimulatoren noch weiterer Körperschutz notwendig. Grundsätzlich besteht die Schutzausrüstung aus Fechtmaske, Fechtjacke (oder Gambeson), steifer Halsschutz mit Latz, Hose und Handschuhen. Männer haben einen Tiefschutz zu tragen, Frauen wird ein Brustschutz empfohlen. Alle Körperpartien der vereinbarten Trefferfläche und der angrenzenden Partien müssen mit festem Stoff bedeckt sein. Die zusätzliche Verwendung von Ellenbogen-, Unterarm- sowie von Knie- und Schienbeinschützern wird ausdrücklich empfohlen. Solche Protektoren finden sich bei Fachhändlern für andere Kampfsportarten oder auch des Motocross.

 

Übungswaffen

Für die verschiedenen historischen Waffen, deren Umgang wir trainieren, gibt es verschiedene stumpfe Simulatoren, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.

 

Holz- oder Kunststoffsimulatoren

... sind die günstigsten und für den Anfang vollkommen ausreichenden Simulatoren. Allerdings sind Holzschwerter echte Verbrauchsware (im Englischen heißen sie deshalb auch „waster“). Haltbarer und flexibler sind Kunststoffsimulatoren, die aber auch spürbar mehr kosten.

 

 

 

Shinais (Einzahl: Shinai)

Shinais... sind die Schwertsimulatoren aus dem Kendo. Sie bestehen aus zusammengebundenen Bambusstreifen und müssen um ein europäisches Langschwert zu simulieren zumindest noch mit einem Kreuz (Parierstange) nachgerüstet werden. Shinais wurden vor allem in den Gründungsjahren von Ochs im Freikampf verwendet, aufgrund ihres geringen Gewichtes und der relativen Stichfestigkeit sind sie aber nicht der beste Schwertsimulator.

 

 

Aluschwerter

.. werden aus einer speziellen Aluminiumlegierung aus dem Flugzeugbau hergestellt. Diese Schwertsimulatoren kommen vom Gewicht, der Ausgewogenheit und dem Klingengefühl einem echten Stahlschwert schon recht nahe. Dabei sind sie preislich wesentlich günstiger und mit einer 6 mm breiten Schlagkante auch noch erheblich sicherer als ein solches. Dazu kommt eine extrem hohe Bruchsicherheit und dass sie, im Gegensatz zu Stahlschwertern, keine scharfkantigen Scharten schlagen.

 

 

Federn

Hierbei handelt es sich um praxistaugliche Stahlnachbildungen historischer Übungsschwerter. Der große Vorteil besteht in der Stichsicherheit: Wie der (moderne) Name andeutet, sind diese Klingen sehr flexibel.

 

 

 

Stahlschwerter

StahlschwertViele Gruppen verwenden auch Stahlschwerter im Training. Ein guter stumpfer Stahlsimulator kommt dem Gefühl ein echtes Schwert in der Hand zu haben natürlich sehr nahe. Allerdings sollte man beim Kauf auf gute Qualität und Sicherheit achten: Viele der im Handel erhältlichen Schwerter sind viel zu schwer, schlecht ausgewogen und schlicht zu weich (für solche Schwerter hat der schwedische Schmied Peter Jonson den Spottnamen „SLO“ – von „sword-like-objekt“ geprägt). Inzwischen gibt es eine Reihe von namhaften Schmieden, die auch speziell für das historische Fechten Stahlschwerter produzieren.

Scharfe Schwerter verwenden wir gelegentlich für Schnitttests. Diese werden vom Verein bereit gestellt und nur unter strikten Sicherheitsvorkehrungen benutzt.