Unser Training

Bei Ochs trainieren wir die historischen Kampftechniken als Kampfkunst. Dabei setzten wir unsere Technikinterpretationen in ein Training mit moderner sportpädagogischer Methodik und Didaktik um.

Ziel ist das Erlernen der Techniken aus den Fechtbüchern und deren praktische Anwendung im Training. Diese waren überwiegend für den Ernstkampf auf Leben und Tod gedacht und sind deshalb darauf ausgelegt, den Gegner möglichst schnell und effektiv kampfunfähig zu machen. Zwar gibt es auch Stücke „zu Schimpf“ mit eindeutig sportlichem oder unterhaltendem Charakter, dennoch müssen auch diese für das Training sinnvoll angepasst werden um das Verletzungsrisiko zu minimieren. SICHERHEIT wird bei uns groß geschrieben. Auch mit Schutzausrüstung erfordert der Umgang mit stumpfen Trainingswaffen Gefahrenbewusstsein und Disziplin. Wir trainieren miteinander und nicht gegeneinander.

Den Großteil unseres Trainings macht das Techniktraining aus. Das umfasst zuerst einmal die Grundlagen des historischen Fechtens. Hierzu zählen die Beinarbeit, Grundstellungen und Grundbewegungen. Darauf bauen die eigentlichen Techniken, die „Stücke“ der Fechtbücher auf. Die Wissensvermittlung und das Erlernen der Techniken erfolgen dabei auf verschiedenen Ebenen und beginnen mit dem bloßen Vorführen der Technik. Es schließt sich ein motorisches Einzeltraining und das Anwendungstraining mit Partnern in verschiedenen Geschwindigkeiten und Schwierigkeitsstufen an. Im Freikampf sollen die erlernten Techniken unter Einsatz entsprechender Schutzkleidung angemessen angewendet werden. Bevor jedoch nicht ein solider Grundstock an Kontrolle, Wissen und Können erworben ist, verzichten wir bewusst auf freies Fechten.

Neben der reinen Technik bietet das historische Fechten weitere Betätigungsfelder: Auch ein Schwertkämpfer braucht eine grundlegende Fitness. Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit, werden nicht nur beim Auf- und Abwärmen gezielt trainiert. Die Quellenarbeit, also das Umsetzen einer mittelneuhochdeutschen Beschreibung in eine Bewegungsabfolge, stellt immer wieder eine Herausforderung dar, die wir gerne auch unseren Schülern stellen. Und um die Wirkung einer Blankwaffe besser beurteilen zu können, sowie um an der Feinmotorik zu arbeiten, üben wir uns gelegentlich (nach japanischem Vorbild) an Schnitttests. Hierbei werden mit den scharfen Waffen des Vereins – unter strengen Sicherheitsvorkehrungen – nasse Reisstrohmatten (Tatamis) zerschnitten.

 

Weitere Informationen zu Schwerpunkten, unterrichteten Disziplinen und Trainingszeiten finden sich auf der Gruppenseite der jeweiligen Standorte.

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